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BUND Kreisgruppe Gifhorn

Klimaschutz

Der aktuelle Klimawandel ist zum großen Teil menschengemacht

Der Klimawandel ist da - und wir sind mittendrin. Im Jahre 2007 fasste der IPPC (Intergovernmental Panel of Climate Change, also zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) im Auftrag der Vereinten Nationen den Stand der Wissenschaft zusammen. Dabei wurde festgestellt, dass sich die Erdatmosphäre seit Beginn der Industrialisierung - und damit der steigenden Freisetzung von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen durch den Menschen - außergewöhnlich stark erwärmt hat.

In den letzten Jahrzehnten mehrten sich die weltweiten Anzeichen für eine außergewöhnliche Klimaerwärmung, wie ein Abschmelzen der Alpengletscher oder des Grönlandeises.

Klimaforscher sagten unter anderem als weltweite Folgen der globalen Erwärmung voraus:

  • Einen Anstieg des Meeresspiegels,
  • eine Zunahme von Wetterextremen wie Starkregen, Überschwemmungen, Stürme und Dürreperioden,
  • eine Verschiebung von Klimazonen und Vegetationszonen,
  • eine Ausbreitung von Schädlingen und tropischen Krankheiten,
  • eine Zunahme von "Umweltflüchtlingen".

Vieles davon konnte in den letzten Jahrzehnten tatsächlich beobachtet werden, was sich auch in den Statistiken der weltweit tätigen Rückversicherungsgesellschaften widerspiegelt.

Elbehochwasser April 2006.  (BUND Gifhorn, Dr. Reinhard Schrader)

Was tut Deutschland für den Klimaschutz?

Nachdem das Problem weltweit erkannt wurde und schon einige internationale Klimakonferenzen stattgefunden hatten, wurde von der deutschen Bundesregierung im Jahre 2010 das Ziel ausgegeben, die Treibhausgasemissionen über alle Sektoren bis 2020 um 40 Prozent, bis 2030 um 55 Prozent, bis 2040 um 70 Prozent und bis 2050 um 80-95 Prozent (jeweils gegenüber 1990) zu senken. Während sich die Bundeskanzlerin vor wenigen Jahren noch als "Klimakanzlerin" feiern ließ, nehmen sich die vom Umweltbundesamt veröffentlichten Zahlen zur Reduzierung von Treibhausgasen eher ernüchternd aus (siehe hier): Die große Koalition gab bei ihren Verhandlungen das Ziel von 2020 bereits als "nicht mehr erreichbar" auf.

Ein großes Sorgenkind bei der Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes ist der Verkehrsbereich. Aber auch - trotz der starken Zunahme der erneuerbaren Energien - unsere Energieversorgung: Die Energieversorgung in Deutschland beruht heute noch zu 81% (UBA, www.umweltbundesamt.de/daten/energie/primaerenergieverbrauch) auf der Verbrennung der fossilen Stoffe Kohle, Erdöl und Erdgas. Hierbei werden große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid freigesetzt. Um so wichtiger ist es auch, unseren Energieverbrauch durch eine Erhöhung der Effizienz deutlich zu senken.

Wichtige Forderungen des BUND an die Politik

  • Schneller Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas hin zu den Erneuerbaren! Den BUND-Abschaltplan für AKW und Kohlekraftwerke (vom 4. Mai 2018) finden Sie hier.
  • Klimaschutzvertrag von Paris umsetzen!
  • EU-Staaten müssen beim Klimaschutz vorangehen!
  • Konsequente Verkehrswende: Stärkung des öffentlichen Personen- und Güterverkehrs!
  • Umstellung der Landwirtschaft auf ökologische Anbaumethoden!
  • Höhere Energieeffizienz in allen Bereichen!
  • "Wärmewende" hin zum Heizen auf der Basis erneuerbarer Energien! 

Ausführlichere Informationen finden Sie unter https://www.bund.net/klimawandel/ .

Was kann jeder von uns für den Klimaschutz tun?

  • Energie im Haushalt einsparen.
  • Wege möglichst zu Fuß, mit dem Fahrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.
  • Ein verbrauchsgünstiges Auto oder ein kleines Elektroauto fahren, SUVs meiden.
  • Flugreisen vermeiden.
  • In Wärmedämmung investieren, Heizenergie einsparen.
  • Zu einem - zertifizierten - Ökostromanbieter wechseln.
  • Solarstromanlage oder/und Solarthermieanlage installieren.
  • An gemeinschaftlichen Solarstromanlagen beteiligen.
  • ...

 

 

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